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Dienstag, 9. Februar 2010

Mehr Geld wofür?

Auf dem Wohnungsmarkt ist die grüne Trendwende da: Über die Hälfte der Mieter hierzulande sind bereit, mehr Kaltmiete zu zahlen, wenn ihre Wohnung dafür besser gedämmt ist. Das hat eine repräsentative Umfrage von Immowelt.de ergeben, eines der führenden Immobilienportale.

Nürnberg, 2. Februar 2010. Für eine besser gedämmte Wohnung würden nach einer repräsentativen Umfrage von Immowelt.de 54 Prozent der Mieter in Deutschland mehr Miete zahlen. Damit sind heute mehr Mieter bereit, ihren finanziellen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten als noch vor zwei Jahren: Bei einer Umfrage von Immowelt.de im März 2008 hatten mehr als die Hälfte der befragten Mieter eine höhere Kaltmiete nach einer energetischen Sanierung noch abgelehnt. 2010 nun scheint die Trendwende da – in der aktuellen Befragung sind es nur noch 46 Prozent, die für eine besser gedämmte Wohnung keinen Cent mehr Miete ausgeben würden.

Um wie viel die Kaltmiete nach einer energetischen Sanierung angehoben werden dürfte, darüber bestehen allerdings unterschiedliche Ansichten. Das Gros (59 Prozent) der Befürworter plädiert für eine Nullrunde. Sie würden höchstens so viel Mieterhöhung tolerieren, wie sie Heizkosten einsparen. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) würde trotz höherer Miete sparen wollen. Sie gaben an, dass unter dem Strich die Einsparung bei den Heizkosten größer sein müsste als der Mehraufwand für die Miete. Nur 6 Prozent der Befürworter einer höheren Miete sind durch und durch grün: Sie gaben zu Protokoll, dass sie auch eine Mieterhöhung in Kauf nehmen würden, die über der Einsparung der Heizkosten liegt.

Für die Immowelt-Studie „Wohnen und Leben 2010“ wurden vom Marktforschungsinstitut Innofact 1.029 Personen befragt.

Aussender: Immowelt.de, Pressemitteilung vom 02.02.2010
Klimaschutz: Deutsche würden mehr Miete zahlen




Man beachte das Ergebnis der Umfrage: "Für eine besser gedämmte Wohnung würden nach einer repräsentativen Umfrage von Immowelt.de 54 Prozent der Mieter in Deutschland mehr Miete zahlen." Wollen die Leute wirklich für die Dämmung mehr zahlen oder für die Investition in eine Energie sparende Maßnahme? Entwarnung wird im folgendne Absatz gegeben:

59% würden höchstens so viel Mieterhöhung tolerieren, wie sie Heizkosten einsparen.
35% wollen, dass die Einsparung bei den Heizkosten größer sein müsste als der Mehraufwand für die Miete.

Woher aber wissen denn die Leute, ob sich für sie die höhere Miete bezahlt macht? Bedeutet eine "besser gedämmte Wohnung" gleichzeitig signifikante Energieeinsparung? Anders gefragt: was nützen theoretische Einspar-Ergebnisse, wenn sie am Ende in Euro und Cent nicht vorliegen? Noch dazu muss man sich verdeutlichen, dass die Modernisierungsumlage, also die 11% der Kosten, auf alle Ewigkeit umgelegt wird. Gut für den Vermieter, schlecht für den Mieter.

Für den Eigentümer bedeutet das: er trägt die Kosten auf einmal und die Einsparungen kommen kleckerweise. Schön, wenn man die Amortisation noch erleben darf.

Und wenn sich die Investition nicht rentiert? Dann gilt: Pech gehabt. Kommt das oft vor? Es gibt Quellen, die meinen: ja. Lesen Sie hierzu den Beitrag im Blog. Wenn Sie mehr wissen wollen, werden Sie bei richtigsanieren.de fündig.

Mittwoch, 3. Februar 2010

IHW Studie: Wärmedämmung ohne Amortisation

Energie-Einsparpotential bei Dämmmaßnahmen wird überschätzt - IWH-Studie bestätigt Darstellung von Hausgeld-Vergleich e.V.

Hausgeld-Vergleich e.V. warnte als erster Verbraucherschutzverein vor dem in der Regel betriebswirtschaftlichem Unsinn und den Nebenfolgen kostenaufwändiger Wärmedämmmaßnahmen an Bestandsimmobilien und empfahl deshalb allen Eigentümern zunächst eine eigene Amortisationsberechnung anhand der vorhandenen Heizungsabrechnung.

Zwar werden immer noch irreführende Meinungen zum Energie-Einsparerfolg vertreten wie z.B. wieder aktuell in einem Immobilienteil einer ansonsten angesehenen Tageszeitung.
... Dabei könne die bisher theoretisch mögliche Kaltmiete nach der Sanierung häufig sogar verdoppelt werden“, heißt es dort.
Mit solchen unhaltbaren Aussagen werden Wohnungseigentümer in die Irre geführt, denn selbst bei einer theoretischen Null-Energie-Bestandsimmobilie könnte man derzeit max. 0,75 € an Heizenergie pro qm Heizfläche im Monat sparen, wenn man den derzeitigen Durchschnittsverbrauch bei vorhandenen Immobilien in Deutschland zugrunde legt.
Damit ergibt sich eine max. Kaltmietenerhöhung pro qm um diesen Einsparwert von 0,75 € je qm. Und dies würde nur dann gelten, wenn man die Bestandsimmobilie in ein Null-Energie-Haus gedämmt hätte. Daran zeigt sich bereits, welchen Wert solche leichtfertigen Aussagen haben, es wäre theoretisch möglich, die Kaltmiete zu verdoppeln haben. Welche Ziele mit solchen Aussagen verfolgt werden, liegt auf der Hand.

Dagegen wird die Meinung von Hausgeld-Vergleich e.V., Wärmedämmmaßnahmen amortisieren sich aus heutiger Sicht in der Regel nicht, durch eine aktuelle Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) bestätigt. Auf der Basis von Erfassungsdaten der Ista, in die die Verbrauchswerte von 2,6 Millionen Wohnungen in rund 257.000 Mehrfamilienhäuser eingeflossen sind, zeigt die Studie einen durchschnittlichen Energieverbrauch in Deutschland pro qm im Jahr von 138 kWh auf. Die Werte der IWH erstrecken sich nach Raumregionen von 101 kWh (mittleres Mecklenburg/Rostock) bis 172 kWh (Ost-Friesland). Städte wie München (122 kWh), Halle (126 kWh), Braunschweig (134 kWh), Stuttgart (136 kWh), Hannover (140 kWh), Dortmund (146 kWh) und Hamburg (157 kWh) liegen dazwischen.

Da eine heute übliche Wärmedämmmaßnahme (Wärmedämm-Verbundsystem, Keller- und Dachbodendämmung, Fensteraustausch) max. 35-50% an Energieeinsparung in der Praxis einbringt, ergibt die Überschlagsrechnung max. ca. 70 kWh an Energieeinsparung pro qm im Jahr. Bei einem angenommenen Gaspreis von 0,053 €/kWh (Beispiel: Havelgas.hanse2 nach Verivox vom 23.1.2010) wäre dies dann ein Einsparwert von 3,71 € je qm im Jahr, also bei einer Heizfläche von 70 qm sind das derzeit 259,70 € Ersparnis im Jahr.

Somit dürfte jedem betriebswirtschaftlich denkenden Eigentümer oder Mieter klar werden, dass sich mit dem möglichen Energie-Einsparwert eine Modernisierung bei der sog. Durchschnittsanlage nicht in einem überschaubaren Zeitraum von ca. 10-15 Jahren amortisiert, wenn ein üblicher Mehraufwand dafür von 15.000,- € angesetzt wird.
Würde ein Vermieter seine Modernisierungs-Aufwendungen auf einen Mieter mit den gesetzlich möglichen 11 % umlegen, so müsste sich die Miete um 137,50 € im Monat erhöhen. Dieser Erhöhung würde eine Heizkostenersparnis von nur 21,64 € gegenüber stehen. Jeder vernünftig denkende Mensch wird bei diesem Verhältnis zwischen Aufwand und Erlös über bessere Alternativen nachdenken.


Wer derzeit Vorschläge zur Wärmedämmung von der Hausverwaltung erhält, sollte sich deshalb wegen einer Amortisationsberechnung sofort an Hausgeld-Vergleich e.V. wenden.

Aussender: Norbert Deul – Vorstand, Hausgeld-Vergleich e.V. Gehrestalstraße 8, 91224 Pommelsbrunn, Presse-Info 1.2.2010, www.hausgeld-vergleich.de



Kommentar Baufüsick:
Wozu?

Sonntag, 24. Januar 2010

Die DIN 18195, das zauberhafte Wesen


Die DIN 18195 Bauwerksabdichtungen scheint die Norm schlechthin zu sein, die Tausende fasziniert und beschäftigt. Zumindest weist die Suchstatistik darauf hin. Es scheint sich herumgesprochen zu haben, dass die DIN 18195 ein Regelwerk für Bauwerksabdichtungen darstellt. Was sich offensichtlich noch nicht herumgesprochen hat: auch diese Norm gibt es nicht für umsonst und selbst wenn man sie hat, garantiert das noch keinen Erfolg. Eine VOB im Regal macht ja auch keinen Bauleiter.

Die wohl allerschönste Passage der DIN 18195 steht unter 1.2 im Teil 1, wo die Anwendungsbereiche definiert werden:

"Diese Norm gilt nicht für nachträgliche Abdichtungen in der Bauwerkserhaltung oder in der Baudenkmalpflege, es sei denn, es können hierfür Verfahren angewendet werden, die in dieser Norm beschrieben werden."

Das bedeutet im Klartext: beim Bauen im Bestand gilt die DIN 18195 nicht, es sei denn sie gilt doch. Bei Bestandsgebäuden sind demnach Verfahren zu wählen, welche nicht in der DIN 18195 erfasst sind - und schon gilt diese Norm nicht. Man wird aber immer wieder feststellen, dass sich für in der Norm erfasste Verfahren beschriebene Einbausituationen zwar im Neubau, jedoch nicht bei Bestandsgebäuden, anwenden lassen.


Kennen Sie die (möglichst) aktuelle und (fast) vollständige Übersicht Normen, Regeln, Richtlinien, Zulassungen, Merkblätter Bauwerksabdichtungen, Abdichtungsarbeiten, Abdichtungen einschließlich Regelwerke für Materialien, Produkte, Systeme? ... hier kostenfrei.

Viel Erfolg beim (Ab-)Dichten, sind wir doch das Volk der Dichter und Denker.

War es die Sonne?


Gestern, beim klimaerwärmten Spaziergang bei -11°C, fiel mir etwas auf, was ich für diesen Temperaturbereich in dem Maße nicht erwartet hatte. Die Sonne schien und dort, wo der Wind nicht pfiff, war es spürbar warm im Gesicht. Auf Gehwegen, die teilgeräumt waren, zeigten sich schmelzende Ränder von Eis und Schnee.

Der Vorgang ist leicht erklärt: die Sonne schickt Energie zur Erde. Die Solarstrahlen heizen Untergründe auf, welche gut absorbieren. Schnee und Eis reflektieren gut, deshalb beginnt der Tauvorgang erst bei höheren Umgebungstemperaturen. Der Gehweg ist dunkel genug, hier wird Sonnenwärme aufgenommen (absorbiert). Die Folge ist, dass die Gehwegplatten wärmer werden und dadurch fangen die benachbarten Schnee- und Eisränder an zu schmelzen. Die feuchten Stellen absorbieren noch besser und die Trocknung dauert sehr lange, weil die kalte Luft kaum Feuchte aufnehmen kann (trockene Winterluft).

Die Gehwegplatten leiten die aufgenommene Wärme (eine Energieform, die Temperatur ist das Maß für den Energiezustand) und speichern sie. Wir wissen, dass jeder Stoff mehrere Eigenschaften hat: Wärmeleitfähigkeit (umgekehrt: Dämmvermögen), Rohdichte und spezifische Wärme sind einige wichtige Stoffeigenschaften. Herr Fourier kannte sie und deren Bedeutung, weswegen er sie 1822 in seine Wärmeleitungsgleichung aufnahm.

Heutzutage, wo wir doch alles so viel besser wissen und Naturgesetze durch normative Regelungen ersetzen, fehlen in der Wärmeleitungsgleichung nach DIN 4108 die Rohdichte und die spezifische Wärme. Das ist aber auch nötig, damit die abstruse U-Wert-Theorie funktioniert (3 x 4 = 9, denn 9 : 4 = 3).

Und mit Strahlungsphysik hat das Normen-Wunderwerk schon gar nichts am Hut. Dazu bastelt man eine wild anmutende Formel in die Din 4108 hinein, welche besagt, dass durch Solarstrahlung aufgenommene Wärme sofort wieder als Langwellige abgestrahlt wird, ohne je bilanzwirksam zu sein.

Was sagt uns das? Naturgesetze wirken z.B. auf den Gehweg - an der Hauswand gelten Normen, die von interessierten Kreisen erstellt wurden. Wie es wirklich damit aussieht, können Sie in der "Studie über den Einfluss der solaren Erträge über die Außenwände auf den Energiehaushalt eines Wohngebäudes" nachlesen. Sie steht als PDF kostenfrei zum Download.

Alternativ steht es Ihnen natürlich frei, weiterhin an den U-Wert-Schmonzius und/oder an den Klapperstorch zu glauben.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Erhöhte Feinstaubwerte trotz Umweltzonen


Feinstaubwerte auch im Jahr 2009 erhöht – Stickstoffdioxidbelastung über dem ab 2010 einzuhaltenden Grenzwert

Das Umweltbundesamt (UBA) hat die Luftqualität des Jahres 2009 beurteilt.
...
Auch die Feinstaub-Konzentrationen (PM10) überschritten im Jahr 2009 erneut die bereits seit 2005 geltenden Grenzwerte - trotz Maßnahmen in Bund, Ländern und Kommunen. ... Insgesamt war die Feinstaubbelastung im Jahr 2009 etwas höher als 2008, dem Jahr, mit der seit 2000 geringsten Luftbelastung durch Feinstaub.

„Die ergriffenen Maßnahmen zur innerstädtischen Luftreinhaltung, wie die Einrichtung von Umweltzonen sowie die Verschärfung der Anforderungen an Kaminöfen und andere Kleinfeuerungsanlagen, waren richtig und hoch an der Zeit“, meinte Flasbarth.

Quelle:
UBA Presseinformation, 20.01.2010
Wie sauber ist die Luft in Deutschland?


Recht hat er, "die Maßnahmen" haben zwar keine Verbesserung gebracht, dennoch waren sie richtig. Das ist Deutschland, das ist die Welt, in der wir leben.

Dienstag, 19. Januar 2010

Ursachen für Schimmelpilz

Ursachen und Probleme aus der Sicht des Hausverwalters

Anlass war eine Sendung über Schimmel im ARD Magazin Plusminus. Die Inhalte waren offensichtlich so schlecht recherchiert und dargestellt, dass sich die Ritter Hausverwaltung aus Neumarkt i.d.Opf. veranlasst sah, einiges gerade zu rücken. Hier sind die Erfahrungen aus vielen Jahren Hausverwaltung eingeflossen. Zitat:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

so eine schlechte Zusammenfassung über Schimmel in der Wohnung habe ich noch nicht gesehen. Bitte betrachten Sie sich die Aussendung nochmals und sagen Sie mir, wo hier Fisch oder Fleisch ist. Unsere Erfahrung lehrt, dass diejenigen die Schimmel in der Wohnung hatten und umzogen, innerhalb kürzester Zeit wieder Schimmel in der neuen Wohnung haben. Sie bringen ihre Schimmelsporen (in Matratzen, Betten, Kleidern, Möbeln) mit. Weitere Gründe der Schimmelbildung: ...

Der vollständige Artikel ist bei schimmelpilz-sanieren.de online:
Schimmel Praxis
Schimmel Grundlagen

KfW: wenn die Spendierhose kneift

"... an sich hatte die kfW Bankengruppe dieses Silvester einen wirklich guten Grund die Korken knallen zu lassen: Die KfW hat 2009 so viele Förderkredite für energieeffizientes Bauen und Sanieren vergeben wie noch nie seit dem Start der Programme im Jahr 2001. Mit stolzen 8 Milliarden Euro hat 2009 das bisherige Gipfeljahr 2006 weit hinter sich gelassen. Doch etwaige Sektlaune dürfte sich bei den Förderprogramm-Verantwortlichen kaum lange ins neue Jahr hinübergerettet haben: So musste die Staatsbank die Förderkredite zur Gebäudesanierung auf einmal vorläufig stoppen.

Hintergrund war eine weitere Panne der an Pannenerfahrung bereits reichen schwarz-gelben Koalition, die schlicht den Bundeshaushalt für 2010 noch nicht vorgelegt hatte."

aus: Bauchancen im neuen Jahr: die Karten sind gemischt, aber noch nicht ausgeteilt
Aussender: bauinfoconsult.de, 18.01.2010




Mehr über "KfW":

Die dümmste Bank Deutschlands?

Ist die KfW die dümmste Bank Deutschlands

KfW vergeigt hunderte Millionen

Absenken der Solarförderung gefährdet Solarindustrie

Zu schnelles Absenken der Solarförderung gefährdet Solarindustrie
50.000 Arbeitsplätze in deutscher Solarbranche in Gefahr

Berlin, 15. Januar 2010: Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) und Analysten warnen eindringlich vor einer zu schnellen Absenkung der Solarstromförderung. Eine zusätzliche Reduktion der Fördersätze für Photovoltaikanlagen im zweistelligen Prozentbereich noch in diesem Jahr würden große Teile der deutschen Solarwirtschaft nicht überleben. Rund 50.000 Arbeitsplätze stünden für diesen Fall in Deutschland auf dem Spiel. Bereits am 1. Januar 2010 war die Förderung für neue Solarstromanlagen turnusgemäß um rund zehn Prozent reduziert worden. Nach unbestätigten Medienberichten plant das Bundesumweltministerium, die Förderung im Sommer 2010 und zum Jahreswechsel 2011 nochmals um jeweils rund 15 Prozent zu senken.

Produktion in Deutschland gefährdet
In einem Analysepapier der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) vom 13.1. 2010 heißt es, eine Absenkung der Solarstromförderung im zweistelligen Prozentbereich "bedeutet das Aus für den europäischen Produktionsstandort". Eine Tarifkürzung begünstige zudem die ostasiatischen Wettbewerber, die in diesem Fall verstärkt Marktanteile gewinnen würden, so die LBBW-Analyse. Hintergrund dafür sind vor allem Wechselkursvorteile und eine Unterbewertung der chinesischen Währung.Bei einer zusätzlichen zweistelligen prozentualen Kürzung der Förderung würden Projektrenditen unter die von Analysten als kritisch betrachtete Marke zwischen sechs bis sieben Prozent sinken. „Das ist das notwendige Minimum, um Käufern neuer Photovoltaik-Anlagen einen ausreichenden Investitionsanreiz zu bieten und das Betreiberrisiko auszugleichen“, so Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar).

2013 erreicht Solarstrom bei unverminderter Entwicklung Steckdosenpreis
Die Solarbranche arbeitet in einem harten internationalen Wettbewerb daran, ihre Produktionskosten kontinuierlich zu senken. In den nächsten vier Jahren will die Branche zehn Milliarden Euro in den Ausbau von Solarfabriken und in die Solarforschung am Standort Deutschland investieren. 2013 kann Solarstrom vom eigenen Hausdach so auf dem Niveau konventioneller Verbraucher-Stromtarife erzeugt werden.BSW-Solar Präsident Günther Cramer fordert: „Dafür brauchen wir den Rückhalt der Politik und eine zuverlässige Förderpolitik mit Augenmaß.“ Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. hält eine schnellere Reduktion der Solarförderung zwar für möglich. Zusätzliche Absenkungen sollten sich jedoch nach seiner Auffassung an der Höhe des weiteren Marktwachstums orientieren. Über die bereits gesetzlich gültige Förderabsenkung Anfang 2010 und 2011 von jeweils rund 10 Prozent hinaus sei kurzfristig kein Spielraum mehr für Reduktionen im zweistelligen Prozentbereich. Auch bei starkem Marktwachstum dürfe die Förderung jährlich um maximal 14 Prozent sinken. Damit bleibe für diesen Sommer Spielraum für eine zusätzliche Absenkung der Fördersätze in der Größenordnung von fünf Prozent.

Falsches wirtschafts- und klimapolitisches Signal
Die Klimakonferenz von Kopenhagen hat gezeigt, dass internationale Vereinbarungen nicht rechtzeitig und nicht mit ausreichender Wirksamkeit zustande kommen. „Jetzt einen überzogenen Einschnitt bei der Solarförderung zu unternehmen, wäre politisch und wirtschaftlich das falsche Signal“, so Cramer. Eine FORSA-Umfrage von dieser Woche belege die hohe Zahlungsbereitschaft der Bürger für die Umstellung der Energieversorgung auf Erneuerbare Energien, insbesondere für Solarenergie.

Quelle: BSW Solar
15.01.2010

vergl. Artikel vom 06.01.2010:
Dunkle Wolken über dem Geschäft mit der Sonne


Wenigstens geht es nicht um satte Gewinne und steigende Börsenkurse. Die Sorge um die Arbeitsplätze treibt die Herren der Solarbranche um. Und die Sorge um das Weltklima, das wir zu retten haben. Das nennt man selbstlos und das macht uns die Leute sympathisch.

Dass der Steckdosenpreis für den Strom bis 2013 erreicht wird, dürfte durchaus realistisch sein. Eon und Co. drehen beständig an der Preisspirale für den preisgünstig importierten Strom, da muss dessen Preis den des Solarstroms bald treffen - oben.

Wenn schon von Wettbewerb die Rede ist, dann muss man sehen, dass es in anderen Ländern keine Subventionen gibt. Ist das Wettbewerb, wenn ein Industriezweig nur durch Subventionen, also umgeleitetes Steuergeld und zusätzlich aus den Taschen gezogenes Geld (Einspeisevergütung = Umlagekosten), bestehen kann? Ganz offensichtlich kommt der Drang, in den nächsten Jahren zu investieren, etwas spät. Aber das kennen wir ja bereits von anderen, z.B. der Autoindustrie.

Übrigens, auf die Analyse der LBBW kann man getrost pfeifen. Dieser Glücksspielladen war genauso erfolgreich wie Bayern LB und andere (inkl. Besuch der Staatsanwaltschaft im Hause). Es wird bloß nicht viel drüber geredet. Solchen Leuten sollte man nicht einmal glauben, dass es regnet, auch wenn es gerade gießt.

Donnerstag, 14. Januar 2010

Etikettenschwindel beim Ökostrom

Wer Ökostrom kauft, erhält nicht automatisch nur grüne Elektrizität. Gütesiegel können Klarheit über seriöse Angebote verschaffen, berichtet das Immobilienportal Immowelt.de.

Die Vorstellung, dass mit der Lieferung von Ökostrom ausschließlich Elektrizität aus Biogasspeichern, Wasser-, Windkraft- oder Fotovoltaikanlagen ins Haus fließt, trifft nicht zu. Wer grüne Elektrizität kauft, erhält denselben grauen Strom wie alle anderen aus der Steckdose. Das ist rein physikalisch nicht anders möglich. Denn der Strom aus allen Erzeugungsquellen landet erst mal in einem gemeinsamen Netz, von dem aus er dann in die einzelnen Haushalte fließt, erläutert das Immobilienportal Immowelt.de. Ökostromkunden helfen der Umwelt daher in erster Linie dadurch, dass sie über ihre Buchung die künftige Ausprägung des Strommixes beeinflussen können.

Aber auch das ist nicht immer gegeben. Mitunter erwerben Stromanbieter einfach nur Zertifikate alter Wasserkraftwerke, um die Energie als Ökostrom verkaufen zu können. Eingespeister Atom- oder Kohlestrom wird mit den Öko-Zertifikaten also nachträglich grün gefärbt. Der Ausbau regenerativer Anlagen wird so nicht gefördert. Wichtig ist daher, einen zertifizierten Ökostrom-Anbieter zu wählen. Damit wird nachgewiesen, dass tatsächlich in den Bau neuer Wind-, Wasser- oder Solaranlagen investiert wird. Nur so kann der Strommix grüner werden. Dies ist beispielsweise bei Ökostrom-Anbietern gewährleistet, die mit dem „Grüner Strom Label“ oder „ok-power Label“ ausgezeichnet sind.

Bei vielen Konsumenten spielt allerdings nicht nur die Qualität, sondern auch der Preis bei der Entscheidung für den passenden Stromanbieter eine Rolle. Generell ist Ökostrom in den vergangenen Jahren deutlich günstiger geworden. Das Immobilienportal Immowelt.de hatte unlängst in einem Vergleich herausgefunden, dass Ökostrom bisweilen sogar preiswerter ist als manche regionale Grundversorgertarife. Aktuelle Preise liefern Vergleichsrechner im Internet.


Pressedienst immowelt.de vom 14.01.10
Bild: Anbieter von echtem Ökostrom investieren zum Beispiel in den Bau moderner Windkraftanlagen. Foto: Greenpeace Energy / Sabine Vielmo

Klimaschutzgesetz Berlin


Entwurf jetzt grundlegend überarbeiten!

Berlin – „Es stimmt hoffnungsvoll, dass die Berliner SPD den Klimaschutzgesetzentwurf der Senatsumweltverwaltung so kritisch sieht.“ So kommentierte Maren Kern, Vorstandsmitglied beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU), die Äußerungen des SPD-Landesvorsitzenden Michael Müller.

„Es ist völlig klar, dass der verunglückte Entwurf grundsätzlich überarbeitet werden muss“, so Kern weiter.

„Kein Blinde-Kuh-Spiel“
Dringend erforderlich sei zunächst eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme zu den Berliner Klimaschutzpotenzialen. Dabei müsse die Frage geklärt werden, welche Einsparungsbeiträge die einzelnen Wirtschaftssektoren bereits erbracht hätten und welche sie noch leisten könnten. Erst auf dieser Grundlage sei die Diskussion um Ziele und Maßnahmenpläne sowie deren gesetzliche Umsetzung möglich. Kern: „Ohne ein belastbares Zahlenfundament gerät die Berliner Klimaschutzpolitik zum Blinde-Kuh-Spiel.“

Quelle: PM BBU
13.01.2010

Mittwoch, 13. Januar 2010

780.000 Wohnungen stehen deutschlandweit leer


Eschborn. 780.000 Wohnungen – das sind 3,7 Prozent aller Wohnungen in Deutschland – standen 2008 leer und waren nicht zu vermieten. Das geht aus dem aktuellen Techem-empirica-Leerstandsindex hervor, einer Gemeinschaftsstudie von Techem, einem weltweit führenden Energiedienstleister für die Immobilienwirtschaft, und von dem Bonner Marktforschungsinstitut empirica. Davon entfallen 380.000 auf Ostdeutschland inklusive Berlin und 400.000 auf Westdeutschland. Die Leerstandsquote in den neuen Ländern liegt mit 6,6 Prozent zwar deutlich über der Quote im Westen (2,7), aber beide Werte nähern sich seit 2001 kontinuierlich an: Seit Erstellung des Techem-empirica-Leerstandsindexes im Jahr 2001 ist die Quote im Osten um 1,9 Prozentpunkte gefallen (von 8,5 auf 6,6). Das entspricht einem Rückgang um rund 120.000 Wohnungen, was unter anderem ein Ergebnis der Abrissförderung ist. In den alten Bundesländern ist hingegen die Zahl leer stehender Wohnungen um 100.000 und damit um 0,6 Prozentpunkte angestiegen – seit 2001 ein Sprung von 2,1 auf 2,7 Prozentpunkte.

Unterschiede in der Leerstandsentwicklung gibt es zwischen Ost und West, aber auch zwischen Stadt und Land und vor allem zwischen wachsenden und schrumpfenden Regionen: So entwickelten sich die Leerstände in den kreisfreien Städten günstiger als in den Landkreisen. Besonders günstig verlief die Entwicklung seit dem Jahr 2001 in den ostdeutschen Boomstädten Erfurt (minus 8 Prozent), Magdeburg und Dresden (jeweils minus 6 Prozent), Potsdam und Rostock (minus 3 Prozent) oder Leipzig und Jena (jeweils minus 2 Prozent). Die erheblichen Unterschiede zwischen wirtschaftlich prosperierenden und schrumpfenden Regionen kommen auch in Westdeutschland zum Ausdruck: In prosperierenden Regionen wie Stade (minus 6 Prozent), Emsland (minus 5 Prozent) und Plön (minus 3 Prozent) geht der Leerstand zurück, während die Leerstände in strukturschwachen Landkreisen und wachstumsschwachen Städten steigen, zum Beispiel in den Landkreisen Soest (plus 10 Prozent) und Hochsauerland (plus 9 Prozent) oder den Städten Pirmasens (plus 3 Prozent), Remscheid, Hagen und Herne (plus 2 Prozent).

Hans-Lothar Schäfer, CEO der Techem GmbH, freut sich über die deutschlandweite Entwicklung: „Das Zusammenwachsen auf politischer und wirtschaftlicher Ebene spiegelt sich in der Wohnungswirtschaft, und das ist eine Entwicklung, die wir begrüßen.“ empirica-Projektleiterin Petra Heising ergänzt: „Die Wohnungsmärkte werden differenzierter. Die deutschen Regionen entwickeln sich nicht mehr nach einem einfachen Ost-West- oder Nord-Süd-Schema, sondern 20 Jahre nach der deutschen Einheit zeigt sich, dass auch in Ostdeutschland in boomenden Städten die Leerstandsquote sinkt, während sie in strukturschwachen West-Regionen steigt.“

Basis für die Auswertung sind anonymisierte Heizkostenabrechnungen, die Techem von rund 2,1 Millionen vermarktbaren Wohnungen erstellt und aus denen empirica den regionalen Leerstandsindex errechnet. Techem ist deutscher Marktführer für die Verbrauchserfassung und die Abrechnung von Energie und Wasser und besitzt damit umfangreiches Datenmaterial über die Vermietungssituation auf dem deutschen Wohnungsmarkt.
Ausgewertet wurden insgesamt 100 Städte. Die niedrigsten Leerstände haben die westdeutschen Städte Erlangen (0,4), Karlsruhe (0,8), Baden-Baden und Kempten (je 0,9), Memmingen (1,0) sowie Ingolstadt und München (je 1,1 Prozent). Leerstände mit zehn Prozent und mehr haben die ostdeutschen Städte Frankfurt (Oder) mit 10,0, Gera mit 11,1, Halle (Saale) mit 13,6 und Schwerin als Schlusslicht der Auswertung mit 15,4 Prozent. Im Westen haben Emden (13,6), Pirmasens (8,3), Bremerhaven (5,8) und Straubing (5,6 Prozent) die höchsten Quoten.
Bei den Bundesländern haben Hamburg mit 1,3, gefolgt von Baden-Württemberg und Bayern mit jeweils 1,8 Prozent die niedrigsten Wohnungsleerstände. Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt mit 9,0 Prozent. Hier lag die Quote im Jahre 2001 noch bei 12,9 Prozent.

Detaillierte Leerstandsauswertungen können unter www.empirica.info/ bestellt werden.

Quelle: PM techem 30.12.2009

Mittwoch, 6. Januar 2010

Dunkle Wolken über dem Geschäft mit der Sonne


Mit der Sonne Geld verdienen und das Klima schützen, das versprechen Anbieter von Solaranlagen den Anlegern. Doch längst nicht alle Energiefonds sind ein gutes Geschäft, wie das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST deutlich macht. Denn der Markt hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren gewandelt. Die europäischen Staaten sind auf die Förderbremse getreten. Spanien etwa, das als Lokomotive der europäischen Solarbranche gilt, wird die Vergütung für die Einspeisung von Solarstrom in das Leistungsnetz ab Ende 2010 um bis zu 32 Prozent senken. Darüber hinaus gibt es dort nun auch eine Obergrenze für die Zahl der geförderten Projekte und die Vergütungstarife sollen entsprechend der Entwicklung der beantragten Vergabeleistungen erhöht oder reduziert werden. Für Anleger bedeutet das, dass sie kaum mehr verlässlich kalkulieren können und die Ertragschancen sinken.

Jürgen Stellpflug, Chefredakteur des ÖKO-TEST-Magazins meint: "Anleger sollten zudem die hohen Renditeversprechen, wie sie oftmals von Anbietern geschlossener Solarfonds gemacht werden, mit Vorsicht genießen. Denn in den Prospekten werden nicht die Renditen pro Jahr genannt, sondern die Summe aller Ausschüttungen." Das klingt mit Sätzen bis zu 305 Prozent sehr lukrativ, doch hier wird immer das Eigenkapital der Anleger mit einkalkuliert. Umgerechnet in die jährliche Rendite entspricht das Erträgen von rund zehn Prozent. "Und das ist schon sehr optimistisch kalkuliert", fügt Jürgen Stellpflug hinzu.

Derzeitiger Trend ist, dass die Anleger in bestehende Solarprojekte investieren, die noch von der hohen Förderung der Vergangenheit profitieren. Doch auch hier sollten Anleger wachsam sein, wie ÖKO-TEST rät. Man sollte sich nicht von Hochglanzprospekten blenden lassen, sondern nachprüfen, ob die Anbieter seriös sind, ob der Businessplan realistisch ist, mit welcher Bürokratie zu rechnen ist und wie hoch die Einstiegskosen sind. Auch muss man darauf achten, ob die Fondanbieter eine Leistungsüberwachung der Anlage auf ihren Wirkungsgrad garantieren. Ebenso wichtig ist ein gutes Qualitätsmanagement. Denn wenn die Solarmodule von minderwertiger Qualität sind und oft ausfallen, kann das zu Ertragseinbußen von bis zu 60 Prozent führen.

Das ÖKO-TEST-Magazin Januar 2010 gibt es seit dem 30. Dezember 2009 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

PRESSEMITTEILUNG OEKO-TEST
06.01.2010


Kommentar:
Die geschilderten Umstände sollte man auch bei diesbezüglichen privaten Investitionen berücksichtigen. Das Merkel-Imperium marschiert stramm der Pleite entgegen, da wird es eng im Subventions-Töpfchen.

Dienstag, 5. Januar 2010

Unübersichtliche Förderprogramme?

Zitat:

"Unübersichtliche Förderprogramme schrecken viele Interessenten ab

Experten: Förderung für energetische Sanierungen ist zu kompliziert

Ohne Vereinfachung der staatlichen Förderprogramme für energetische Sanierungen im Gebäudebestand werden die Klimaschutzziele kaum zu erfüllen sein. Denn nicht selten steht die Unübersichtlichkeit bei den Förderprogrammen Modernisierungsplänen von Hausbesitzern im Weg. Vor diesem Hintergrund hat der Verbändekreis „Energieeffizienz und Klimaschutz“ an die Bundesregierung appelliert, die Förderung zu entbürokratisieren, sie attraktiver und somit effizienter zu gestalten. Ferner mahnen die im Verbändekreis kooperierenden Spitzenverbände des Heizungs- und Schornsteinfegerhandwerks, der Gas- und Ölwirtschaft sowie der Heizgeräteindustrie in ihrem gemeinsamen Positionspapier eine uneingeschränkte Technologieoffenheit in der Förderpolitik an und empfehlen als alleinige Bemessungsgröße die Reduzierung des Primärenergiebedarfs. *

Handlungsbedarf seitens der Bundesregierung sieht auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Neben allgemeiner Verunsicherung aufgrund unterschiedlicher Kennwerte in einer Vielzahl von Verordnungen haben die Verbraucherschützer die Unübersichtlichkeit bei den Förderprogrammen als ein Handicap für Sanierungsinteressenten ausgemacht."

Quelle:
Pressedienst des IWO, Nr. 170

Kommentar:

Die postulierte "uneingeschränkte Technologieoffenheit" ist doch wohl als Wunschtraum abzutun. Eine uneingeschränkte Technologieoffenheit ist angesichts der Tatsache, dass Interessen geleitete Regierungs-Mitarbeiter im Auftrage gewisser Kreise die Subventionen steuern, ein Unding in Deutschland. Die willkürlichen Änderungen der Förderbedingungen im CO2-Gebäudesanierungsprogramm sind dafür ein beredtes Beispiel. Da genügt ein Wink vom Herrn H. aus dem Bauministerium - und schon ist das Massnahmepaket 4 mit den so genannten individuellen Maßnahmen passé. Übrig bleibt die Wahl zwischen Wärmedämmung, Wärmedämmung, Wärmedämmung und Wärmedämmung. Und natürliuch müssen Heizkessel ausgetauschtw erden, denn nicht der Wirkungsgrad zählt, sondern das Alter. Also, lassen wir die Träumereien - oder sind es Täuschungen?

Mit Sicherheit eine Täuschung ist das Gerede vom Primärenergiebedarf "als alleinige Bemessungsgröße". Der so genannte Primärenergiebedarf wird mittels Faktoren "errechnet". Diese Faktoren werden politisch und willkürlich (was auf dasselbe hinausläuft) festgelegt. Das hat mit Technik, Energiewirtschaft und Naturgesetzen nicht wirklich etwas zu tun. An einem simplen Beispiel erkennt selbst der dumme Michel, dass da was faul ist: Heizen und Warmwasserbereitung mit Strom. Das wird mit PE-Faktoren hart bestraft, obwohl es bilanziell sehr gut abschneiden kann, wenn man nur vernünftig (d.h. nicht wie verordnet) plant. Das kompensieren dann nicht einmal 1,5 m Wärmedämmung an der Fassade. Schließlich sollen mittels PE-Bedarf noch andere Industriekreise bedient werden. Anders ausgedrückt: zum Beschiss mit dem U-Wert kommt dann noch etwas Zauberei mit undurchsichtigen Faktoren hinzu. So bedient man die Industrie. Und der Irrsinn geht noch weiter: heizen mit Strom = schlecht und schädlich, aber Elektro-Autos = nützlich und gut.

neue Altigkeiten / alte Neuigkeiten vom Lügenimperium:
http://download.dimagb.de/docs/bumann/Die_Unschuld_der_Haushalte.pdf

Magnete und Energieeinsparung III

Zur Einleitung und damit Sie verstehen, worum es geht:

Mit Magneten Energie einsparen (07.2009)

http://baufuesick.blogspot.com/2009/07/mit-magneten-energie-einsparen.html

Mit Magneten den Energieverbrauch reduzieren (02.2008)

http://baufuesick.blogspot.com/2008/02/mit-magneten-den-energieverbrauch.html

Nun kommt, unverhofft, Teil III.
Aus einer Mail:

"...
Durch einen Freund bekam ich Ihre Adresse.
zu 2 Themen nehme ich Stellung beim Thema Magnetismus. Leider stelle ich fest, die '68er Revolution war eine Selbstbestätigung. Das "erkenntnisleitende Intersse" muss Wort des Jahres werden !!!

Doch nun, zur

1. Wasserbehandlung.

Es ist richtig, das ist keine Kalkminderung. Weiter ist es wie bei den Gasen, was man nicht sehen kann existiert erstmal nicht. Falsch sind die Modelle, mit denen argumentiert wird. Ein gelöstes Calciumion ist unsichtbar, weil < lamba/2. Oder ?

Vermutlich hat es eine Hydrathülle, sonst würde es nach unten fallen. Chemisch wird es als Hydrogencarbonat mit CO2(g) im Gleichgewicht liegen, nach dem MWG.
Wenn man das so annehmen kann (These), dann ist zu klären ob und wie ein Feld (magnetisch oder elektrisch) die Hydrathülle (alles Dipole) verändert.
Wenn keiner diese Frage stellt wird auch nichts gemessen.

Wenn es eine Wirkung gibt, dann kommt es zu einer Spontanfällung des Hydrogenkarbonates, zu einem sehr feinen Niederschlag. Damit würde mehr CO2 freigesetzt, der CaCO3 in gelöstes Hydrogenkarbonat umwandelt.
So wäre der ganze Zauber "beweisbar". Als Kolateralschaden würden viele Handwerker Aufträge bekommen. Das Geld flösse in andere Maßnahmen.

2. Treibstoff magnetisieren.

Man kommt leicht dazu Esotheriker zu werden.
Was bei Lackierverfahren jedem Praktiker normal ist wird von 4- Theoretikern abgelehnt, ins Land der Fabeln verwiesen, die Dummheit der Massen zur Vorteilsnahme ausgenutzt. Was macht man da ? Durch ein Feld wird ein Medium soweit "aufgeladen" das es beim Zerstäuben viel feinere Tropfen bildet. Diese bringen die beim Autolack gewünschte Oberfläche.
Ein feinerer Tropfen aber kann vollständiger mit Luftsauerstoff reagieren.

es grüßt
P. L. (Dipl.Ing) und ehemaliger Referendar"
(Name von BAUFÜSICK anonymisiert)


Übrigens: in 2009 hat das LfU seinen diesbezüglichen geistigen Erguss vom Server genommen. Auch einige Kolporteure haben daraufhin den Rückzug angetreten. Es gibt allerdings noch ein paar Hartleibige (oder soll ich besser sagen: Weichbirnige?), die sich weiterhin mit Leugnen bzw. Nachbeten der alten zurückgezogenen Kamelle bzw. Zitieren von Nachgetetem als echte Experten-Kapazitäten enttarnen. Es gibt aber weiterhin ein arges Problem: die Mess-/Verbrauchswerte der Ritter Hausverwaltung. Man kann aber auch behaupten, dass die Praxis falsch sei - nur weil sie nicht zur Anti-Theorie passt. Das wird auch oft und gern gemacht. In Dummerland dauert es halt, bis die Erde von der Scheibe zur Kugel wird.

Montag, 4. Januar 2010

Ach ja, der "Umweltschutz"

31. Dezember 2009

Offener Brief

Viessmann Werke GmbH & Co KG
35107 Allendorf (Eder)

Sehr geehrte Viessmänner und -frauen,

Ihr zum Jahreswechsel in meinem Bürobriefkasten gelandetes "Klimaschutz"-Heiztechnik-Magazin ist als schwefelverpesteter Silvester-Böller mit Rohrkrepierer-Qualität gezündet. Bevor der Rauch verzieht, ein paar satirisch-mahnende Worte zum Jahreswechsel dazu, Rubrik Leser-Feedback:

Monströs, wie selbstgefällig "Ihr Dr. Martin Viessmann" den Beitrag der Heizungsbranche und seiner noblen Firma zur Verbraucherabzocke mittels "möglichst großem Klimaschutz-Effekt" preist! Wo doch inzwischen wirklich jeder Depp weiß, daß der sogenannte "Klimaschutz" ein gröbstgestricktes Lügengespinst der Ökoabzockprofiteure ist - und sonst nichts. Auch Ihre wüste Drohung mit "zur Neige gehenden fossilen Energien" ist angesichts der wissenschaftlich schon lange erwiesenen abiotischen und unerschöpflichen Quelle dieser Energien ein geschmackloser Popanz, wenn nicht gar verzweifeltes Pfeifen im Walde.

Daß ein als ehrbar bekanntgewordenes Unternehmen wie Viessmann - ich selbst habe als Architekt und Heizungsplaner eine Viessmannanlage im Hause und oft genug bei meinen Kunden einbauen lassen - nun im marktschreierischen Reigen der Klimaschutzbetrüger kräftig mit herumtrampelt - ist schon länger aus Ihren öffentlichen Verlautbarungen deutlich geworden. Geradezu unverschämt verkünden Sie im Titel Ihres jüngsten Leitartikels Ihren panikmachegestützten Aufruf zum Abkassieren:

"Klimaschutz lohnt sich - CO2-Vermeidung kostet Geld, aber Nichtstun kostet viel mehr"

Daß der auf dem Wahnwitz der IPCC-Hofastrologie fußende "Klimaschutz" hierzulande zu Lasten des sogenannten Prekariats und als grausame Politposse weltweit über die Leichen der dadurch verfehlten Armutsbekämpfung geht, ist Ihren Spitzenkräften der Wirtschaft ganz offensichtlich schnurz. Ist denn gewissenloseste Umsatzgeilheit heute wirklich wichtiger als eine auf Anstand und Wahrheit gegründete Unternehmensführung?

Der Energiesparschwindel mit technisch anfälliger, unwirtschaftlicher und nur durch asozialste Subventionitis - in Ihren Worten "vielfältige Förderprogramme"! - überlebensfähiger Heiztechnik auf der Basis von Solar, Wärmepumperei, Hackschnitzel, Pellets uswusf. ist von Ihnen an vorderster Front mit zu verantworten. Sie brüsten sich dessen in Ihrem Klimaschutz-Propagandablättchen ja mehr als ausgiebig - scheinheiligst beheuchelt als Einsatz für "Nachhaltigkeit, Natur und Umwelt".

Ich möchte gar nicht wissen, wieviele auch Ihrer Klimaschutzgewinne in den Ökolobbyismus und die Politikerbeeinflussung zurückgepumpt wird. Was da gespielt wird, ist am jüngst aufgedeckten Climategate-Skandal nur ansatzweise deutlich geworden. Selbst in Ihrem Hause dürfte das Wissen aber nicht neu sein, daß es purster Aberglaube wäre, in perverser Allmachtsphantasie ausgerechnet Wettergott spielen zu wollen. Wenn es anders sein sollte, verbannen Sie die dafür verantwortlichen Scharlatane besser zum Wettertanzkurs bei den Negerschamanen, das obligate Baströckchen dazu spendier ich gern.

Als wissenschaftlich, technisch und sozial engagierter Planer verachte ich Ihr abgeschmacktes Marketing mit dem Pseudo-Klimaschutz und Öko-Aberglauben zutiefst. Konsequenterweise ist Ihr Unternehmen für künftige heiztechnische Projekte zunächst erledigt. Wenn Ihnen "die Weltklimakonferenz von Kopenhagen ... einen Anfang markiert", verstehe ich das angesichts ihrer entsetzlichen Unternehmensziele als echte Bedrohung unseres Gemeinwesens. Zwangsweiser Austausch bestens funktionsfähiger Heizkesselanlagen: "alle Altanlagen müssen ... ersetzt werden ... in jedem Fall empfiehlt sich die Komplettierung der neuen Anlage mit einem thermischen Solarsystem zur Einkopplung kostenloser und CO2-neutraler Sonnenenergie"! So hätten Sie es gern, das rechnet sich nie! Und wer soll das bezahlen? Die wehrlosen Opfer Ihres unverschämten Lobbyistentreibens und der dadurch entstandenen Gesetze und Verordnungen. Pfui Teufel!, kann ich da nur sagen.

Und verbleibe mit unfreundlichem Gruß und dem aufrichtig gemeinten Wunsch zur Umkehr, vielleicht schon 2010?

Konrad Fischer

PS. Bitte ersparen Sie mir die wohlfeilen Rechtfertigungsversuche hinsichtlich Ihrer weltverbessernden Klimaschützerei. Derlei Textbausteine sind mir schon bis zum Erbrechen aus den täglichen Klimaschutzverlautbarungen in den Medien bekannt geworden.

Kopie z.K. und ggf. Weiterverbreitung: Planer + Wissenschaftler + Medien + Politik

Architektur- u. Ingenieurbüro
Dipl.-Ing. Konrad Fischer
D-96272 Hochstadt am Main